Krimiwerkstatt
In Zusammenarbeit mit dem KuK Monschau führte Frau Peinhardt-Franke einmal wöchentlich in den Klassen 5b und 6c die Schüler in die Kunst des Kriminalromanschreibens ein. Dabei entstehen spannende Schülerkrimis. Die schönsten Stellen aus diesen Texten durfte Bianca, auf Einladung der Mayerschen Buchhandlung, bei einer Autorenlesung vorstellen.

Ein weiterer Höhepunkt der Krimiwerkstatt fand am 06.06.2008 in Form einer Lesenacht statt.
zur Lesenacht

07.03.2008
Hinter jeder Hecke lauert Gefahr

|Nordeifel. Beim Schlagwort Kriminalität fallen einem die New Yorker Bronx, Rio de Janeiro, das Frankfurter Bahnhofsviertel und die Eifel ein. In kaum einer Gegend in Deutschland gibt es so viele Gewalttaten wie in dem Schmelztiegel der Kulturen zwischen Trier und Aachen, Bonn und Eupen.

Morde und Gewalttaten sind in der Eifel an der Tagesordnung, hinter jeder Buchenhecke kann die Fratze des Grauens lauern.

Allerdings: Nirgendwo auf der Welt ist die Aufklärungsrate der bösen Taten höher, denn in der Eifel werden fast alle Täter dingfest gemacht - zwischen Buchdeckeln. Da werden die Ermittler aus den Großstädten schon mal eifelsüchtig.

Zum zweiten Mal findet am Montag, 10. März, 20 Uhr, in der Aachener «Mayer'schen Buchhandlung» der Krimiabend «Mörderische Eifel» mit den Krimi-Schriftstellern Jacques Berndorf, Ralf Kramp und Hubert vom Venn statt, die aus Veröffentlichungen lesen werden.

Als Gäste haben die Autoren die zwölfjährige Bianca Nießen sowie den waschechten Düsseldorfer Polizeibeamten Klaus Stickelbroeck eingeladen, der aus seinem ersten Krimi «Fieses Foul» lesen wird.

Raub, Mord, Banküberfall und Kidnapping - Bianca Nießen aus Roetgen kennt und schätzt alles. Die Schülerin der Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau gehört nämlich zur Krimiwerkstatt des KuK Monschau/Kreis Aachen und genießt in diesem Rahmen einmal wöchentlich Krimi-Unterricht. Die Kooperation entstand über das Programm «Kultur und Schule».

Nach gut einem halben Jahr Krimi-Schreiben geht es nun an die Öffentlichkeitsarbeit, und Bianca stellt beim großen Krimiabend der Mayerschen Buchhandlung Aachen am kommenden Montag die schönsten Sätze aus Krimis vor, die die Schüler selbst geschrieben haben. Durchs Programm führt Marcel Emondspool von der «Mayerschen Buchhandlung». Die Musik kommt von Heribert Leuchter & Manfred Hilgers.
 
Hier sind die Schülerkrimis:
Tödliche Schüsse
Maurice

Es gibt Momente, da stimmt einfach gar nichts , Momente wo einfach alles anders ist. Dieser Moment geschieht bei mir am 20.12.1999 in Aachen.

Ich war unterwegs in die Bäckerei. Auf dem Weg dorthin, fiel mir eine Frau auf, weil sie weinte und sich panisch umschaute .Ich dachte, es wäre nicht weiter schlimm, bis kurz vor der Bäckerei ein dumpfer Schuss fiel. Ich brachte mich in Sicherheit, indem ich mich hinter einen Lkw legte der dort stand. Nach 5 Minuten war ich mir sicher, dass nichts mehr passieren würde. Ich stand mit schlotternden Knien langsam und vorsichtig auf. Mit versteinerter Miene sah ich nach der Frau die mir ja aufgefallen war und das was ich befürchtete, war eingetreten, die Frau war tot.

Ich rief die Polizei und erzählte alles was ich wusste! Und ich ließ keine aber auch gar keine Sekunde aus. Übrigens, ich bin Erick, 39 Jahre alt und beim SEK, also Sonder-Einsatz-Kommando und dort in der Waffen Kammer tätig. Meine Eltern starben vor zwei Wochen bei einem Auto Unfall, als wenn ich nicht schon genug Probleme hätte, jetzt auch noch das.

Nach vier Monaten lief ich zur Polizei, um dort nachzufragen, ob sie den Fall geklärt hatten, weil ich noch immer die Bilder vor Augen hatte und diese natürlich auch nicht so schnell aus dem Kopf kriegte. Als ich dort ankam sagten sie mir, sie hätten nichts herausgefunden, weil die beste Freundin immer noch sehr schwer unter Schock stand, was man ja verstehen kann und sie so bisher keine Hintergründe erfahren konnten. Sie sagten außerdem noch, dass der Psychologe auch nichts half. Ich fühlte mich wie in dem Moment, als mir gesagt wurde, dass meine Eltern beim Auto Unfall starben !!!I Ich war so sauer, dass ich beschloss den Fall in die eigene Hand zu nehmen.

Ich versuchte es zuerst bei der besten Freundin namens Ruth. Ich erklärte ihr, dass ich Hilfe bräuchte um den Fall zu lösen und die schrecklichen Bilder der Leiche aus dem Kopf zu kriegen und damit sie begriff, dass sie nicht die einzige war der es so übel ging. Sie sprach: "Ich weiß, dass sie ihren Freund betrogen hatte". Ich fragte sie: "Weißt du, wie er heißt ?" Sie meinte schüchtern: "Ja er heißt Manfred, Manfred Steuber. Ich könnte mir denken, dass er den schlimmen Mord an meiner besten Freundin begannen hat!!!" Ich fragte: "Hast du etwas dagegen wenn ich das der Polizei berichte?" Sie rief ängstlich: "NEIN! BITTE NICHT, ich will das nicht, denn wenn er davon erfährt, bringt er mich wahrscheinlich auch noch um !!!" Ich nickte und versprach, nichts und niemanden etwas davon zu erzählen, beschloss jedoch Manfred selber darauf anzusprechen. Zu meinem Schutz besorgte ich mir eine Waffe aus der Waffen-Kammer und machte seine Adresse durch ein Telefonbuch ausfindig.

Ich fuhr dorthin, um ihn zu stellen, doch als ich die Wohnungstüre auftrat, griff er panisch nach einer Waffe und schoss auf mich. Ich fiel zu Boden und stellte mich tot. Der Täter rannte ins Schlafzimmer um ein paar Sachen zur Flucht zu packen und überhörte dabei, dass ich telefonierte. Das SEK traf schnell ein und nahm den Typ fest. Ich war froh dass er keinen Widerstand leistete und sich direkt verhaften ließ. Zum Glück hatte ich vorgesorgt und trug eine schusssichere Weste. Durch den Vorfall wurde ich Psychologe und die Freundin der Toten wurde meine Freundin.

THE END


Der Mord aus Geldgier
Dario, Philip und Fabian


Matthias Lehner ging in den Wald weil er wusste, dass der Bürgermeister dort spazieren gehen wollte. Natürlich war Matthias mit einem Scharfschützengewehr schwer bewaffnet. Der Bürgermeister kam nach einer Stunde. Matthias versteckte sich als der Bürgermeister kam hinter einer umgekippten Baumwurzel. Der Bürgermeister hatte zwei Kreditkarten bei sich, auf denen insgesamt 9.000.000 Euro waren. Matthias schoss aus 23 Meter Entfernung dem Bürgermeister genau in den Rücken. Dann rannte er dort hin und nahm sich die Kreditkarten. Matthias rannte in den Wald und vergrub das Scharfschützengewehr. Am nächsten Tag alarmierte Matthias die Polizei. Nach zehn Minuten traf die Polizei mit der Kripo Aachen ein! Matthias schilderte der Polizei wie er den Toten gefunden hatte. Er sagte: "Ich ging, wie jeden Sonntagmorgen, durch den Wald spazieren, als ich hier den Toten entdeckt hatte, alarmierte ich sofort die Polizei!" Inzwischen war auch die Spurensicherung eingetroffen und suchte nach der möglichen Tatwaffe, aber sie konnten sie in einem Umkreis von einem Kilometer nicht finden und beschlossen am nächsten Tag mit Hunden das Gebiet großräumig abzusuchen. Am nächsten Tag sollte Matthias bei der Kripo erscheinen, aber er erschien nicht!
Die Kripo ging zum Tatort und fand Matthias dort tot auf. Er hatte Selbstmord begangen! Die Tatwaffe lag neben Matthias auf dem Boden! Sie schickten sie ins Labor und bekamen nach ein par Tagen die Nachricht dass auf der Waffe zwei Arten Fingerabdrücke waren. Das Labor vermutete dass die anderen Fingerabdrücke von dem Verkäufer stammen! Die Kripo fuhr zu Matthias in die Wohnung in der er vor seinem Tot gewohnt hatte. Dort fanden sie die Verpackung des Gewehres. Einer von der Kripo las die Schrift, die auf dem Karton stand: „Hier wurde die Waffe gekauft!" Darunter stand eine Adresse! Die Kripo alarmierte das SEK und fuhr dort hin. Sie traf den illegalen Waffenhändler an. Sie nahm ihn fest, weil er illegal Waffen verkauft hatte. Er wurde für 10 Jahre hinter Gitter gesetzt und der Fall war gelöst!