Besuch vom "missio-Truck"
Schüler der Elwin-Christoffel-Schule Monschau auf der Flucht
Im Infomobil des katholischen Hilfswerks „missio erlebten sie die Stationen afrikanischer Flüchtlinge. Handysammelaktion gestartet.
Monschau. Im Infomobil des katholischen Hilfswerks Missio, einem 18 Tonnen schweren und 20 Meter langem LKW, erlebten l Schüler der Elwin-Christoffel-Realschule (ECR) jetzt hautnah die Rolle von Flüchtlingen in Afrika. Nun sammeln sie Handys, um sie sinnvoll zu verwerten.
Im Ostkongo wird Coltan, auch Tantal genannt, abgebaut. Dieses Metall steckt in vielen Kondensatoren, so auch in unseren Handys. Rebellen aus dem Ostkongo zwingen Dorfbewohner, in primitiven Bergwerken Coltan zu schürfen, denn es lässt sich gut an Handyhersteller verkaufen. Flucht bleibt oft der einzige Ausweg der Dorfbewohner, um ihr Leben zu retten. „Mein Bild von Afrika wurde völlig verändert", sagten mehrere Schüler.
Die neunte und zehnte Klasse der ECR erlebten im Missio-Truck hautnah einzelne Stationen einer solchen Flucht, jeder Schüler wurde mittels Computerspielstationen und realitätsnahen Rollenspielaufgaben gefordert, auf verschiedene Situationen einer Flucht zu reagieren. Kevin aus der 10b sagt: „Das ganze Szenario war realistisch umgesetzt und man konnte sich gut in die Lage der Flüchtlinge hineinversetzen." Jetzt sammeln die Schüler der ECR Alt-Handys, um sie von „Missio" recyceln zu lassen. So bleiben wertvolle Metalle erhalten und der illegale Coltanhandel kann etwas eingeschränkt werden. Mit dem Erlös unterstützt „missio" Hilfsmaßnahmen für traumatisierte Menschen im Ostkongo.
Wer die Handysammelaktion unterstützen möchte kann sein altes Handy in der Schule oder bei einem Schüler abgeben. Weitere Informationen gibt es an der Schule und unter www.missio-truck.de .

Artikel veröffentlicht in Aachener Nachrichten vom 4.März 2015, Lokal