Die Geschichte unserer Schule

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand der Landkreis Monschau vor einer Vielzahl von Problemen, die zu einem beachtlichen Teil ihre Ursache im Kriegsgeschehen hatten. Sich andererseits aber auch aus der fortschreitenden Entwicklung ergaben. Neue Aufgaben stellen sich auch auf dem schulischen Gebiet. Am 1. April 1961 gab es in Monschau als Weiterbildende Schulen das St. Michael - Gymnasium und die private Mädchen - Realschule der Ursulinen. Für Jungen fehlte jedoch eine Realschule. Den Jungen, die eine Realschule besuchen wollten, standen nur die Realschulen in Aachen und Düren zur Wahl. So verzichteten viele Schüler auf eine qualifizierte Ausbildung, denn sie mussten nicht nur einen sehr zeitaufwendigen sondern auch einen sehr kostenreichen Weg zurücklegen. Der damalige Oberkreisdirektor Georg Stieler machte den Vorschlag, eine Realschule für Jungen im Kreisgebiet einzurichten. Dieser Vorschlag wurde vom Kreisausschluss aufgenommen. Der Kultusminister in Düsseldorf erteilte zum 1.4.1961 die Genehmigung, die Realschule zu erbauen. Die Schule trägt die Bezeichnung: Realschule der Stadt Monschau für Jungen. Bürgermeister Herbert Isaac und Stadtdirektor Josef Maevis hatten das Bestreben die Realschule für Jungen in die Schulstadt Monschau zu holen. Sie boten im Namen der Stadt Monschau räume im mittlerweile abgerissenen Gebäude der Stadtverwaltung an. In diesem Gebäude war in früheren Jahren das Monschauer Gymnasium.

Wie dachte die Bevölkerung über die Schulpläne, die bei Kreis und Stadt geschmiedet wurden?
Auf einen Fragebogen vom Verwaltungschef war die Frage zu beantworten „ Wer seinen Sohn für diese Schule anmelden werde?" Auf Anhieb kamen für die erste Klasse die R1, 79 Anmeldungen zusammen. 79 Anmeldungen waren für das Jahr 1961 eine große Anzahl. Ein Signal, dass die neue Schule mit Widerstand zu kämpfen hatte, war das nicht alle Volksschullehrer ihren Schülern solch einen Fragebogen mit nach Hause gaben.

Wer sollte für die neue Schule bezahlen?

Nach langen Überlegungen einigte man sich, die Trägerschaft für die Jungen -Realschule der Stadt Monschau zu übertragen und die Kosten je zur Hälfte auf Stadt und Kreis Monschau umzulegen. Räume und Geld waren nun vorhanden.
Beginn des Unterrichts in der Schleidener Straße
Das Schuljahr 1961 / 62 konnte mit 39 Schülern und 1,5 Lehrern begonnen werden. Leiter und hauptamtlicher Lehrer war Herbert Isaac. Da nur 1,5 Lehrer genehmigt waren, wurden mehrere nebenamtliche Kräfte angeworben. Am 13. April 1961 stand Schulleiter Herbert Isaac zum ersten Mal im Gebäude an der Schleidener Straße vor 39 Realschülern. Nun wurde ein Schulneubau angesprochen, da die Räumlichkeiten in der Schleidener Straße in ein paar Jahren nicht mich reichen würden. Die Stadt Monschau besaß im Kleinen Laufental ein Grundstück. Eine neue Schule sollte dorthin gebaut werden. Es waren aber nicht alle mit dem geplanten Standort der Schule einverstanden. Manche wollten, dass die Realschule für Jungen in Simmerath errichtet wird. Die Stadt Monschau setzte sich aber durch und die Realschule für Jungen wurde in Monschau gebaut. Alle 39 Realschüler der Klasse r1 wurden versetzt. Nachdem 37 neue Schüler aufgenommen worden waren, zählte man 1962 bereits 76 Schüler. Neue Lehrkräfte wurden angeschafft und zu Beginn des neuen Schuljahres wurde die erste Schulpflegschaft gewählt. So wurde die Schule von der Bevölkerung akzeptiert und wuchs weiter. Zu Beginn des Schuljahres 1964 / 65 waren es schon 128 Schüler die in vier Klassen von fünf hauptamtlichen und sieben Hilfslehrern unterrichtet wurden. Von der Regierung wurde der Realschule eine Lehrkraft für das Fach Deutsch zugesagt worden. Diese Lehrkraft stand aber frühestens im Herbst 1963 zur Verfügung. Lehrermangel auf der ganzen Linie. Mit den Arbeiten an den neuen Schulgebäuden ging es dann doch nicht so zügig voran. So war es für Schulleiter Isaac nur ein schwacher Trost, dass er am 1. Juli 1965 zum Realschuloberlehrer ernannt wurde.
Bau und Kosten der Schule
Am 15. Oktober 1962 liefen die ersten Arbeiten zur Errichtung des „neuen" Schulgebäudes im kleinen Laufenbachtal an. Die Brücke zum neuen Schulgelände der Schule kostete schon rund 200.000 DM. Am 3.September 1963 konnte man den Beginn der Rohbauarbeiten des ersten Bauabschnitts bewundern. Diplom - Ingenieur Reitz hatte mit seinem Vorschlag, für die Pavillon - Bauweise, überzeugt. Die Baustelle erwies sich als äußerst schwierig, doch die Arbeiten gingen voran. Man musste einsehen, dass die Gelder nicht ausreichen würden und es entstanden Mehrkosten von rund 500.000 DM, so dass sich ein Gesamtkostenbetrag von gut 2 Millionen DM ergab. Verzögerungen traten ein, da ein Notkrankenhaus unter die Schule gebaut wurde. Der Monschauer Stadtrat hatte dieses Projekt zunächst abgelehnt. Aber im März 1964 wurde dann doch mit Mehrheit beschlossen, dem Drängen, der Bezirksregierung nachzugeben. Das Notkrankenhaus für den Ernstfall sah 400 Betten vor .Ende des Schuljahres 1964/65 war die Genehmigung zum Bau der Turnhall durch. Die Turnhalle kostete schließlich 622453,79 DM.

Fertigstellung der Schule
Am 4. Oktober 1966 konnte das neue Schulgebäude im kleinen Laufenbachtal in Besitz genommen werden. Fünf Jahre lang hatte man sich mit den Räumen im Verwaltungsgebäude an der Schleidener Straße begnügen müssen. Nachdem wiederum 39 Schüler aufgenommen worden waren, war es für den Umzug höchste Zeit, denn jetzt waren schon 202 Schüler unterzubringen. Durch den Umzug gewann die Schule einen neuen Hausmeister. Theo Majewski war bis zu seiner Pensionierung Hausmeister. Im November 1966 konnte die erste Abschlussklasse mit 38 Jungen entlassen werden. Am 6. April 1967 konnte nun auch die Turnhalle in Betrieb genommen werden. Eine für die Jungen - Realschule wichtige Verhandlung fand am 8.1.1968 bei der Regierung statt.
Erste Mädchenklasse und Erweiterung der Schule
Ergebnis : Ab 1.8. 1968 soll die Städtische Realschule für Jungen eine Mädchenklasse erhalten. Die Schule wird doppelzügig ausgebaut. Nun wurde es wieder mal Zeit die Schule zu erweitern. Wohin sonst mit den neuen Schülern und Schülerinnen. Zu Beginn des Schuljahres 1968 /69 zählte die Realschule Monschau 234 Schülerinnen und Schüler. Die erste Mädchenklasse wurde von 20 Mädchen gebildet Schon am 10.12. 1968 wurde mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen. Der Raum war mittlerweile so knapp geworden, dass die Verwaltung der Schule in das Notrankenhaus ausweichen musste. Auch das Lehrerzimmer wurde dorthin verlegt. Die Baukosten für diesen Bauabschnitt haben sich schließlich auf fast 1,9 Millionen DM gestellt. Nun fehlte aber für die Mädchen ein hauswirtschaftlicher Trakt, und auch sonst war alles eng, denn das Schuljahr 1969/70 wurde mit 330 Schülern in neun Klassen begonnen. Neun Klassen aber nur acht hauptamtliche Lehrkräfte.
Die Schule wächst!
Die Bauarbeiten liefen weiter. Am 15. März konnten die naturwissenschaftlichen Räume sowie die Räume für Zeichen und Musikunterricht bezogen werden. 7 Tage später wurden die Ausbauarbeiten vom Schulhof begonnen. Inzwischen hatte die Schule auch ihre Aula. Die erste größere Feierstunde in dieser Aula war die Entlassfeier am 12. Juli 1971.Am Beginn des Schuljahres 1972/72 waren es 407 Mädchen und Jungen in elf Klassen, unterrichtet von zwölf hauptamtlichen und acht nebenberuflichen Lehrkräften. Kaum war das Richtfest für den vierten Bauabschnitt gefeiert, als auch schon mit dem Bau des Sportplatzes begonnen werden konnte. Diese Arbeiten liefen am 3.1.1972 an. Am Ende des Schuljahrs 1971/72 konnte der Sportplatz zum ersten Mal benutzt werden. Für 80.000 DM konnte ein Sprachlabor angeschafft werden. Am 12.Januar 1973 konnten die hauswirtschaftlichen Unterrichtsräume in benutzt genommen werden. In den Statistiken von 1974/ 75 geht hervor, dass die Mädchen und Jungen aus dem ganzen früheren Kreisgebiet stammen. Im Schuljahr 1976/77 wurde mit Mehrheit der Schüler, Lehrer und Eltern eine Fünf - Tage - Schulwoche entschieden. Ab 1976 war samstags Schulfrei. Die Monschauer Realschule übernahm weitere Aufgaben. 1978 wurde sie eine Ausbildungsschule. Ein besonderes Ereignis brachte das Schuljahr 1979/80. Es waren 5 Eingangsklassen erforderlich, da sich 155 Schüler angemeldet hatten. Insgesamt waren jetzt 769 Schüler auf der Schule. In den Sommerferien wurde ein Pavillon mit zwei Klassen erstellt. Das große Ereignis war, dass die Schule nach -ELWIN CHRISTOFFEL benannt wurde. Im Januar 1975 schied Hausmeister Majewski wegen Erkrankung aus und sein Amt übernahm Felix Klöppel. Neuer Hausmeister wurde schließlich Franz Wilhelm Klöppel, der im Sommer 2001 von Dieter Uthoff abgelöst wurde.

1988 wurde Herbert Isaac, der Gründer und erster Rektor der Schule pensioniert. Sein Nachfolger wird Horst Kinzel.
1994 wird der Fördervereins der Elwin-Christoffel-Realschule gegründet, der bis heute sehr aktiv ist.
Am 30.11.2001 feiert die Schule ihren 40. Geburtstag mit einem Festakt und der Elwin-Christoffel-Revue. Seit 2003 heißt sie auf Beschluss des Rates der Stadt Monschau: „Elwin-Christoffel-Realschule der Stadt Monschau".
Nach der Pensionierung von Herrn Horst Kinzel im Jahr 2004 wird Peter Groten sein Nachfolger.
Modernisierungen
An der Schule wurden immer wieder Renovierungsarbeiten durchgeführt. Seit 2001 wird umfangreich saniert und renoviert. Mittlerweile besitzt die Schule einen Naturwissenschaftsraum, der mit den modernsten Arbeitsplätzen ausgestattet ist. Ebenso ist der Informatikraum mit neuesten Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Auch die Klassenräume und Sanitäranlagen wurden völlig renoviert, sowie die Außenanlagen umgestaltet und verschönert.
2007 wurde eine neue Mediothek eingerichtet. Im Frühjahr 2010 konnte die neue Turnhalle eingeweiht werden und der Außensportbereich wurde um eine Weitsprunganlage erweitert.
2014 konnten mit Hilfe des Fördervereins 24 neue i-Pads sowie das technische Zubehör für einen interaktiven Unterricht in Klassenstärke angeschafft werden, was von Schülern wir Lehrern begeistert angenommen wird.

Mit Gründung der Sekundarschule Nordeifel im Jahr 2013 wurde beschlossen, dass die Realschule im Jahr 2018 ausläuft.